Die Karte ist für Kinder der praktische Teil des Kontos. Welcher Kartentyp passt, hängt davon ab, ob im Laden, online oder im Ausland bezahlt werden soll.
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Girocard, Debitkarte, Prepaid – die Unterschiede
Die Girocard ist das deutsche System und funktioniert vor allem im Inland an Kassen und Automaten. Eine Debitkarte von Visa oder Mastercard wird zusätzlich weltweit und in Onlineshops akzeptiert. Prepaid-Karten von Taschengeld-Apps funktionieren nur mit vorher aufgeladenem Guthaben.
Für Kinder, die nur im Supermarkt oder Schwimmbad zahlen, reicht die Girocard. Sobald online bezahlt oder verreist wird, ist eine Debitkarte praktischer.
Limits sind wichtiger als der Kartentyp
Entscheidend im Alltag ist, ob Eltern Tages- und Wochenlimits selbst setzen und die Karte in der App sofort sperren können. Gute Anbieter erlauben getrennte Limits für Ladenkäufe, Online-Zahlungen und Bargeldabhebungen.
Push-Benachrichtigungen bei jeder Buchung helfen zusätzlich – für Eltern zur Kontrolle, für Kinder als unmittelbares Feedback über den Kontostand.
Was passiert bei Verlust?
Karten lassen sich über die App oder den zentralen Sperr-Notruf 116 116 sperren. Danach stellt die Bank eine Ersatzkarte aus; die Kosten dafür stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis und sind nicht immer kostenfrei.
Weil ein Kinderkonto keinen Dispo hat, ist der maximale Schaden auf das Guthaben begrenzt. Ein niedriges Tageslimit reduziert das Risiko zusätzlich.
Häufige Fragen
Girocard oder Debitkarte – was ist besser fürs Kind?
Beide funktionieren im deutschen Handel zuverlässig. Die Girocard ist weiter verbreitet an kleinen Kassen und Automaten, die Debitkarte funktioniert zusätzlich online und im Ausland. Wenn dein Kind Spiele, Apps oder Kleidung im Internet bezahlen soll oder ihr eine Reise plant, ist die Debitkarte die flexiblere Wahl. Manche Banken geben beide Karten zum Konto aus. Wichtiger als der Kartentyp sind aus unserer Sicht die Limits, die ihr gemeinsam festlegt.
Ab welchem Alter gibt es die Karte?
Meist ab sieben Jahren, weil Kinder ab diesem Alter beschränkt geschäftsfähig sind. Einige Banken warten bis 10 oder 12 Jahre, Taschengeld-Apps mit Prepaid-Karte starten teils ab sechs. Die Karte funktioniert immer nur auf Guthabenbasis. Wir führen „Karte ab“ als eigenes Datenfeld, getrennt vom Eröffnungsalter des Kontos, weil beide Werte häufig auseinanderliegen und in Werbetexten gern vermischt werden.
Kann mein Kind mit der Karte Schulden machen?
Nein. Kinderkonten werden ohne Dispositionskredit geführt. Ist das Guthaben aufgebraucht, wird die Zahlung abgelehnt. In seltenen Fällen kann ein Konto durch nachträglich gebuchte Entgelte leicht ins Minus rutschen; das gleichen Banken bei Kinderkonten in der Regel unkompliziert aus. Aufpassen solltet ihr bei Abos und In-App-Käufen: Sie ziehen regelmäßig Beträge ein und lassen das Guthaben unbemerkt schrumpfen.
Funktioniert die Karte auch im Urlaub?
Debitkarten von Visa und Mastercard werden international akzeptiert, die Girocard nur eingeschränkt. Außerhalb der Eurozone fällt bei den meisten Banken ein prozentualer Aufschlag auf den Umsatz an, dazu können Gebühren am Geldautomaten kommen. Die genauen Sätze stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis, das wir bei jedem Anbieter verlinken. Vor der Reise lohnt es sich, das Auslandslimit zu prüfen und die Karte gegebenenfalls für das Reiseland freizuschalten.