Fast jede Bank wirbt mit dem kostenlosen Kinderkonto. Entscheidend ist, was im Preis- und Leistungsverzeichnis steht – und bis zu welchem Alter der Nulltarif gilt.
Stand: – alle Angaben ohne Gewähr
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Kostenlos heißt fast immer: kostenlos bis zu einem Alter
Die Kontoführung für Kinder und Jugendliche ist bei den meisten Banken tatsächlich mit 0 € ausgewiesen. Der Nulltarif ist allerdings an das Alter gekoppelt: Je nach Anbieter endet er mit 18, 22, 26 oder 27 Jahren, manchmal auch mit dem Ende von Ausbildung oder Studium. Danach greift der reguläre Preis des Erwachsenenkontos.
Für die Auswahl heißt das: Prüfe nicht nur den heutigen Preis, sondern auch die Folgekondition. Ein Konto, das bis 26 kostenlos bleibt, spart über die Jahre mehr als eines, das mit dem 18. Geburtstag auf ein Gebührenmodell umgestellt wird. In unseren Testberichten führen wir die Altersgrenze als eigenes Datenfeld.
Die Nebenkosten stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis
Grundgebühr 0 € bedeutet nicht, dass gar keine Kosten entstehen. Typische Posten sind Ersatzkarten, Bargeldabhebungen an Fremdautomaten, Zahlungen außerhalb des Euroraums und in Einzelfällen Bargeldeinzahlungen am Schalter. Diese Positionen stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis, das jede Bank veröffentlichen muss.
Wir verlinken dieses Verzeichnis auf jeder Anbieterseite im Quellenblock, damit du die Angaben selbst nachlesen kannst. Wo uns ein Wert nicht belegt vorliegt, steht bei uns „k. A.“ statt einer Schätzung.
Bedingungen, die den Nulltarif kippen können
Bei einigen Konten für junge Leute ist die Gebührenfreiheit an eine Bedingung geknüpft – etwa an einen monatlichen Geldeingang oder an den Status als Schülerin, Auszubildender oder Studentin. Ändert sich der Status, wechselt das Konto in ein kostenpflichtiges Modell, ohne dass jemand aktiv zustimmen muss.
Achte deshalb auf die Spalte „Kontoführung“ in unseren Tabellen: Steht dort ein Zusatz in Klammern, gibt es eine Bedingung. Die genaue Formulierung findest du in der Faktenbox des jeweiligen Anbieters.
Häufige Fragen
Ist ein kostenloses Kinderkonto wirklich dauerhaft kostenlos?
In der Regel nicht dauerhaft, sondern bis zu einer Altersgrenze. Üblich sind 18, 22, 26 oder 27 Jahre; einige Banken koppeln die Gebührenfreiheit an Ausbildung oder Studium. Danach wird das Konto automatisch in ein reguläres Modell überführt, das Geld kosten kann. Ein Wechsel ist zu diesem Zeitpunkt jederzeit möglich und kostenfrei. Prüfe vor der Eröffnung die Altersgrenze und die Folgekondition – beides führen wir in der Faktenbox der jeweiligen Anbieterseite auf, jeweils mit Verweis auf das Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank.
Welche Kosten können trotz 0 € Kontoführung entstehen?
Typisch sind Gebühren für eine Ersatzkarte nach Verlust, für Abhebungen an Automaten fremder Bankengruppen, für Kartenzahlungen in Fremdwährung sowie in Einzelfällen für Bargeldeinzahlungen am Schalter. Bei Karten mit Auslandseinsatz kommt häufig ein prozentualer Aufschlag auf den Umsatz hinzu. Diese Positionen sind im Preis- und Leistungsverzeichnis geregelt, das wir bei jedem Anbieter verlinken. Für Kinder relevant sind vor allem Ersatzkarte und Fremdautomat – beides kommt im Alltag häufiger vor, als Eltern erwarten.
Lohnt sich ein Filialkonto, wenn es online kostenlose Konten gibt?
Das hängt vom Bedarf ab. Direktbanken sind meist günstiger und lassen sich vollständig online eröffnen. Sparkassen und Volksbanken bieten dafür Beratung vor Ort, was besonders bei der ersten Kontoeröffnung mit Kind hilfreich sein kann, und nehmen Bargeld am Schalter an. Wer regelmäßig Münzgeld einzahlen möchte – etwa aus der Spardose –, fährt mit einer Filialbank oft besser. Beide Modelle findest du in unserem Kinderkonto-Vergleich; über den Filter „Filiale“ blendest du gezielt Institute mit Standorten ein.
Muss ich für ein kostenloses Kinderkonto ein Elternkonto eröffnen?
Nicht überall, aber bei einigen Anbietern. Manche Banken vergeben ein Kinderkonto nur an bestehende Kundinnen und Kunden, andere verlangen kein Zweitkonto. Wir führen dieses Kriterium als eigenes Datenfeld „Elternkonto erforderlich“ und zeigen es in der Vergleichstabelle sowie in der Faktenbox. Über den Filter „Ohne Elternkonto“ siehst du im Vergleich nur die Angebote, für die kein zusätzliches Konto bei derselben Bank nötig ist.