Sparen für Kinder: Sicher anlegen mit Tagesgeld & Festgeld

Geldgeschenke, Sparbeträge und der klassische Notgroschen: So parkst du Geld für dein Kind sicher und verzinst – mit Vergleichen und klaren Empfehlungen.

Stand: – alle Angaben ohne Gewähr

Nicht jedes Geld fürs Kind gehört an die Börse: Für Beträge, die garantiert verfügbar sein müssen – Führerschein, Ausbildung, erstes Auto – sind Tagesgeld und Festgeld die richtigen Werkzeuge.

Wir erklären die Unterschiede, zeigen die besten Zinsen im Vergleich und helfen dir, Sparbetrag und Anlagehorizont richtig zu kombinieren.

Die wichtigsten Themen

Die drei Ziele beim Sparen fürs Kind

Jede Spar-Entscheidung ist ein Abwägen zwischen drei Zielen: Sicherheit, Verfügbarkeit und Rendite. Kein Produkt kann alle drei perfekt erfüllen – Tagesgeld punktet bei Sicherheit und Verfügbarkeit, Festgeld bei Sicherheit und Zins, das Depot bei der Renditeerwartung über lange Zeiträume.

Für die Praxis heißt das: Lege nicht alles in ein einziges Produkt. Ein flexibler Teil gehört aufs Tagesgeld, Beträge mit festem Zieltermin können in Festgeld höher verzinst werden, und was mindestens zehn Jahre liegen bleibt, darf an die Börse.

Geldgeschenke von Großeltern und Paten richtig anlegen

Zur Geburt, Taufe oder Kommunion kommen oft vierstellige Beträge zusammen. Statt sie auf dem Girokonto versauern zu lassen, gehören sie auf ein Konto oder Depot auf den Namen des Kindes – das schafft rechtliche Klarheit und nutzt die Steuerfreibeträge des Kindes.

Sprich mit den Schenkenden offen über das Ziel: Soll das Geld zum Führerschein, zum Studium oder frei zur Verfügung stehen? Vom Ziel hängt ab, ob Tagesgeld, Festgeld oder ein ETF-Sparplan passt – und wann das Kind darüber verfügen darf.

Die richtige Strategie je nach Alter

Wie viel Zeit bis zur Auszahlung bleibt, bestimmt die Strategie. Diese grobe Orientierung hat sich bewährt:

  • 0–6 Jahre: langer Horizont – Depot-Anteil kann hoch sein, Tagesgeld für Geschenke
  • 7–12 Jahre: Mischung aus Tagesgeld und Sparplan, erste Lernziele ums Sparen
  • 13–17 Jahre: Horizont wird kürzer – schrittweise in Tagesgeld und Festgeld umschichten

Sicherheit: Was die Einlagensicherung abdeckt

Guthaben auf Tages- und Festgeldkonten ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt – EU-weit einheitlich geregelt. Kommt es zur Bankenpleite, muss die Entschädigung binnen sieben Werktagen ausgezahlt werden.

Anders bei Fonds und ETFs im Depot: Sie gelten als Sondervermögen und gehören dir auch dann, wenn der Anbieter insolvent geht – geschützt ist hier nicht der Kurswert, sondern dein Eigentum an den Anteilen. Beide Schutzmechanismen zusammen machen die klassischen Kinder-Anlagen sehr robust.

Häufige Fragen

Alle Antworten stehen vollständig auf dieser Seite – aufklappen genügt.

Sparformen für Kinder

Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch oder ETF: Welche Sparform zu welchem Ziel und Zeithorizont passt.

Wie kann ich für mein Kind sparen?
Üblich sind vier Wege: Tagesgeld für flexibel verfügbares Geld, Festgeld für feste Laufzeiten, ein ETF-Sparplan im Kinderdepot für lange Zeiträume und das Girokonto nur für den Alltag. Wichtig ist die Aufteilung nach Zeithorizont: Was in den nächsten drei Jahren gebraucht wird, gehört nicht in Aktien-ETFs. Kombiniere eine sichere Reserve mit einem langfristigen Renditebaustein.
Wie viel Geld sollte man für ein Kind sparen?
Eine feste Regel gibt es nicht – sinnvoll ist ein Zielbetrag statt einer Rate: etwa für Führerschein, Auslandsjahr, Ausbildung oder Studienstart. Viele Familien orientieren sich an 5.000 bis 20.000 Euro bis zum 18. Geburtstag. Wichtiger als die Höhe ist, überhaupt regelmäßig und früh zu beginnen, weil Zeit der stärkste Hebel ist.
Wie viel sollte man monatlich für ein Kind sparen?
Als Orientierung: 25 Euro monatlich sind ein guter Einstieg, 50 Euro ein solider Standard, 100 Euro ein ambitioniertes Ziel. Die Rate sollte dauerhaft tragbar sein, denn Beständigkeit schlägt Höhe. Mit unserem Sparplan-Rechner siehst du, was aus deiner Rate über die Jahre werden kann.
Was ist die beste Geldanlage für Kinder?
Für Zeiträume über zehn Jahre gilt ein breit gestreuter Aktien-ETF-Sparplan als renditestärkste Standardlösung, für kurzfristige Ziele Tagesgeld. Die „beste“ Anlage ist die, deren Schwankung ihr aushaltet und deren Zeithorizont zum Ziel passt. Eine Mischung aus sicherem Baustein und ETF deckt beide Bedürfnisse ab. Das ist keine Anlageberatung.
Tagesgeld oder ETF für Kinder – was ist besser?
Tagesgeld ist täglich verfügbar, bis 100.000 Euro je Bank abgesichert und schwankungsfrei, verliert aber nach Inflation oft an Kaufkraft. Ein ETF-Sparplan bietet über lange Zeiträume deutlich höhere Renditechancen, kann zwischenzeitlich aber stark im Minus liegen. Faustregel: Zeithorizont unter fünf Jahren Tagesgeld, über zehn Jahre ETF, dazwischen mischen.
Lohnt sich ein Sparbuch für Kinder heute noch?
Als Renditeprodukt kaum: Sparbücher werden meist deutlich niedriger verzinst als Tagesgeld und haben eine Kündigungsfrist mit Vorschusszinsen. Als pädagogisches Werkzeug – sichtbares Eintragen von Geldgeschenken – kann es weiterhin Sinn ergeben. Wer Rendite will, nutzt Tagesgeld oder Festgeld mit vergleichbarer Sicherheit.
Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld fürs Kind – was ist besser?
Tagesgeld ist der flexible Standard: täglich verfügbar, variabler Zins. Festgeld bringt für eine feste Laufzeit meist etwas mehr Zins, das Geld ist bis zum Ende gebunden. Das Sparbuch ist beiden meist unterlegen. Für Geldgeschenke, die irgendwann gebraucht werden, ist Tagesgeld die pragmatischste Wahl.
Gibt es Tagesgeld für Kinder?
Ja, viele Banken führen Tagesgeldkonten auch auf den Namen Minderjähriger, teils mit speziellen Kinder- oder Juniorsparkonten. Eröffnet wird durch die gesetzlichen Vertreter, die Zinsen laufen auf den Freibetrag des Kindes. Unser Tagesgeld-Vergleich für Kinder zeigt die aktuellen Konditionen mit Zinsart und Einlagensicherung.
Welche Bank hat die besten Zinsen für Kinder-Tagesgeld?
Das ändert sich laufend, weil Tagesgeldzinsen variabel sind – deshalb bewerten wir Zinsangebote mit einem eigenen Score, in dem Zins und Ertrag mit 50 Prozent das größte Gewicht haben. Achte darauf, ob es sich um einen dauerhaften Zins oder einen befristeten Aktionszins für Neukunden handelt. Aktuelle Werte und Bedingungen findest du im Tagesgeld-Vergleich, der wöchentlich abgeglichen wird.
Kann man Festgeld auf den Namen des Kindes anlegen?
Ja, Festgeld kann auf den Namen des Kindes laufen; eröffnet und gekündigt wird durch die Eltern als gesetzliche Vertreter. Wichtig ist, die Laufzeit am Bedarf auszurichten, weil eine vorzeitige Auflösung meist nicht oder nur mit Abschlag möglich ist. Manche Banken verlangen zusätzlich ein Referenzkonto auf denselben Namen.
Lohnt sich eine Ausbildungsversicherung?
Ausbildungsversicherungen koppeln Sparen mit einer Risikoabsicherung und sind dadurch oft teuer und unflexibel; Abschluss- und Verwaltungskosten drücken die Rendite. In vielen Fällen ist die Trennung sinnvoller: Risiko über eine günstige Risikolebensversicherung absichern, Vermögen separat über ETF-Sparplan oder Tagesgeld aufbauen. Bestehende Verträge sollte man vor einer Kündigung individuell prüfen lassen.
Wie lege ich Geld zur Geburt oder Taufe sinnvoll an?
Sammle Geldgeschenke zunächst auf einem Tagesgeld- oder Sparkonto des Kindes, damit nichts im Alltag verschwindet. Ab einem Betrag, der 15 Jahre liegen bleiben kann, ist ein breit streuender ETF im Kinderdepot die renditestärkere Variante. Praktisch ist eine Aufteilung: ein Teil sicher verfügbar, ein Teil langfristig investiert.
Wie spare ich für Ausbildung oder Führerschein meines Kindes?
Rechne rückwärts vom Zieltermin: Für den Führerschein mit 17 oder 18 brauchst du planbares Geld, also Tagesgeld oder Festgeld mit passender Laufzeit. Für Ausbildung oder Studium, die 15 Jahre entfernt liegen, ist ein ETF-Sparplan geeignet, der einige Jahre vor dem Ziel schrittweise in sichere Anlagen umgeschichtet wird. Unser Sparplan-Rechner hilft bei der nötigen Monatsrate.
Ist ein Bausparvertrag für Kinder sinnvoll?
Ein Bausparvertrag lohnt sich fast nur, wenn später tatsächlich ein Immobiliendarlehen zu den gesicherten Konditionen gebraucht wird. Als reines Sparprodukt ist die Verzinsung meist niedrig, dazu kommen Abschlussgebühren auf die Bausparsumme. Für offene Sparziele sind Tagesgeld oder ETF flexibler.
Was wird aus 25/50/100 € im Monat bis zum 18. Geburtstag?
Bei 18 Jahren Laufzeit und einer angenommenen Rendite von 5 Prozent pro Jahr ergeben 25 Euro monatlich rund 8.700 Euro, 50 Euro rund 17.500 Euro und 100 Euro rund 35.000 Euro – jeweils Modellwerte vor Steuern und Kosten. Bei 2 Prozent Zins sind es deutlich weniger, bei Kursverlusten kurz vor dem Ziel ebenfalls. Rechne deine eigene Kombination im Sparplan-Rechner durch; die Werte sind Beispielrechnungen, keine Zusage.
Wie funktioniert der Zinseszins beim Sparen für Kinder?
Zinseszins bedeutet, dass bereits gutgeschriebene Zinsen im nächsten Jahr selbst wieder Zinsen bringen – das Vermögen wächst exponentiell statt linear. Bei 18 Jahren Laufzeit stammt deshalb ein erheblicher Teil des Endbetrags nicht aus den Einzahlungen, sondern aus dem Ertrag der Erträge. Genau deshalb ist ein früher Start wirksamer als eine hohe Rate in den letzten Jahren.

Schenkung, Großeltern & Anlässe

Geldgeschenke zu Geburt, Taufe oder Kommunion – und wie Großeltern und Paten sinnvoll für Kinder sparen.

Wie hoch ist der Schenkungsteuer-Freibetrag für Kinder?
Kinder können von jedem Elternteil innerhalb von zehn Jahren 400.000 Euro steuerfrei geschenkt bekommen (Richtwert nach aktuellem Recht). Der Freibetrag gilt pro Schenker und erneuert sich nach Ablauf der Zehnjahresfrist. Für typische Sparbeträge fürs Kind spielt Schenkungsteuer damit praktisch keine Rolle.
Wie viel dürfen Großeltern dem Enkel steuerfrei schenken?
Großeltern haben gegenüber Enkeln einen Freibetrag von 200.000 Euro je zehn Jahre, ebenfalls pro schenkender Person (Richtwert). Sind beide Großelternteile beteiligt, verdoppelt sich der Betrag entsprechend. Auch hier bleiben übliche Geldgeschenke deutlich unter der Grenze.
Können Großeltern in das Kinderdepot einzahlen?
Ja, Überweisungen auf das Verrechnungskonto des Kinderdepots sind problemlos möglich; verwaltet wird das Depot weiterhin von den Eltern. Das Geld gehört danach rechtlich dem Kind und kann von den Großeltern nicht zurückgefordert werden. Wer die Kontrolle behalten möchte, spart besser auf eigenen Namen.
Wie können Großeltern für das Enkelkind sparen?
Drei Wege sind üblich: Einzahlungen auf ein Konto oder Depot des Enkels, ein eigenes Depot der Großeltern mit späterer Schenkung oder ein zweckgebundener Betrag im Testament. Variante eins nutzt die Steuerfreibeträge des Kindes, Variante zwei erhält die Kontrolle. Beides lässt sich kombinieren.
Auf wessen Namen sollten Großeltern für das Enkelkind sparen?
Auf den Namen des Kindes, wenn das Geld sicher beim Enkel landen und der Steuerfreibetrag des Kindes genutzt werden soll. Auf den eigenen Namen, wenn die Großeltern selbst bestimmen wollen, wann und wofür ausgezahlt wird – etwa bei Sorge vor unbedachter Verwendung mit 18. Wichtig: Geld auf Kindernamen darf nicht zweckentfremdet werden.
Wie kann ich einem Kind einen ETF-Sparplan schenken?
Praktisch geht das über eine Einzahlung auf das bestehende Kinderdepot oder über einen Dauerauftrag, den die Eltern in einen Sparplan umsetzen. Ein Depot für ein fremdes Kind können nur die gesetzlichen Vertreter eröffnen, also sprich dich mit den Eltern ab. Als Geschenkidee lässt sich ein Beleg über die erste Sparrate schön verpacken.
Was ist das beste Geldgeschenk zur Geburt, Taufe oder Kommunion?
Sinnvoll ist ein Geschenk, das langfristig wirkt: eine Einmaleinzahlung ins Kinderdepot, ein Startguthaben aufs Tagesgeldkonto oder ein Sparplan über mehrere Jahre. Klassische Geschenkprodukte wie Sparbriefe oder Ausbildungsversicherungen sind meist teurer und starrer. Wichtig ist, dass die Eltern das Konto oder Depot bereits eingerichtet haben.
Wie lege ich Geldgeschenke für mein Kind sinnvoll an?
Trenne nach Zeithorizont: Was in wenigen Jahren gebraucht wird, kommt aufs Tagesgeldkonto, alles Langfristige in einen breit gestreuten ETF. Sammle Geschenke nicht auf dem Girokonto, dort verlieren sie durch die Inflation an Wert. Ein kurzer Vermerk, von wem welcher Betrag stammt, hilft später bei Fragen zur Herkunft.
Darf ich als Pate ein Depot für mein Patenkind eröffnen?
Nein, ein Depot auf den Namen des Patenkindes können nur die sorgeberechtigten Eltern eröffnen. Du kannst aber in ein bestehendes Kinderdepot einzahlen oder ein Depot auf deinen eigenen Namen führen und das Vermögen später übertragen. Letzteres gibt dir Kontrolle, nutzt aber deine eigenen Freibeträge.
Muss eine Schenkung an das Kind gemeldet werden?
Schenkungen sind dem Finanzamt grundsätzlich innerhalb von drei Monaten anzuzeigen, praktisch relevant wird das aber erst bei größeren Beträgen in Richtung der Freibeträge. Banken melden bestimmte Vorgänge wie Depotüberträge ohnehin automatisch. Bei größeren Summen oder Ketten-Schenkungen ist steuerliche Beratung ratsam – dies ist keine Steuerberatung.